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Direkter Brennstoffkostenvergleich, Preisentwicklung

Wieder wird der Verbraucher irregeführt. Das Selbstbewusstsein des  Verbrauchers wurde von Massenmedien und Industrie so beeinflusst, dass er auf jede Meldung panikartig reagiert, bevor er merkt, dass er nur an der Nase herumgeführt wird.
Die Preisexplosion bei den Pellets kam zustande, weil die Pellets knapp waren, wie auch das Öl. Das steigert den Preis

Beim Öl jedoch sind nicht die Raffinerien knapp, sondern der Rohstoff, der wenn er nicht knapp werden sollte, ohnehin nicht uns gehört.

Bei den Pellets war die Knappheit dadurch entstanden, dass aus dem in übermaß vorhandenem und nachwachsenden Rohstoff nicht genug Pellets gepresst wurden. Da eben der Rohstoff unbegrenzt vorhanden ist und der Preis hoch war, wurden dann endlich in rauen Mengen Pellets gepresst.

Endlich, kam der Ruck !!!

Weil der Brennstoff knapp war, stieg im Winter 2006/2007 der Pelletpreis ungewöhnlich an. Die Brennstoffknappheit war bei den Pellets jedoch durch zu wenig Produktion bedingt, denn niemand hatte mit soviel Vernunft der Verbraucher gerechnet. Der Preis purzelte dann jedoch genauso schnell wieder nach unten, wie er gestiegen war, denn der Rohstoff ist nahezu unbegrenzt, denn nachwachsend vorhanden. Nicht so bei Heizöl, denn der wertvolle Rohstoff Rohöl wächst nur in tausend von Millionen Jahren nach. Also verändert sich bei Heizöl nur politisch bedingt der Preis und langfristig garantiert wieder nach oben. Biomasse lässt sich jedoch anbauen und im Jahreszyklus ernten. Steigende Abnahme ermöglicht günstigere Produktion, höheren Konkurrenzkampf und niedrigere Preise. Auch der Ausbau, andere Pflanzen zur Pelletproduktion heranzuziehen.
Hier das Diagramm der Energiepreisentwicklung aus jüngster Zeit vom "Deutschen Energie-Pellet-Verband":

Deutscher Energie-Pellet-Verband eV (DEPV)

Jetzt wird sich ein auf Jahrzehnte konstanter Preisverlauf  bei den Pellets einpendeln. Denn Biomasse zu verfeuern ist nicht mehr exotisch. Das war der Ruck, der durch die kurzfristige Pelletsknappheit dem Wärmepumpenmarkt dadurch einen kurzfristigen Aufschwung bescherte. Bei den abartigen Strompreisen und der Abhängigkeit wird der Verbraucher aber feststellen, wie sehr ihn der Verkäufer auf den Arm genommen hat und die Nachfrage wird sich schnell wieder entsprechen normalisieren.

Brenstoffkostenvergleich:

Brennstoffe werden nicht nur aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften nach unterschiedlichen Einheiten abgerechnet, sondern auch aus Desinteresse, dem Verbraucher eine faire Information zu geben, was er da gerade gekauft und bezahlt hat. Wenn man eine Stromrechnung in der Hand hat und wissen will, was denn eigentlich eine Kilowattstunde einschließlich Mehrwertsteuer kostet, dann ist das schier unmöglich.
"Grundpreis", "Kohlepfennig", Zulage A, Abzug B etc. ?!?!?
Bei den losen Brennstoffen ist das nicht viel besser.
Holzpellets werden üblicherweise in Kilogramm verrechnet, Heizöl und Propan hingegen nach Litern, die Gaszähler zählen in Normkubikmetern Gasphase.
Flüssiggastanks werden wiederum nach Tonnen benannt, so fasst ein 1,2 Tonnen Tank etwa 2300 Liter Propan.
Das alles ist sehr verwirrend.
Um fair zu bleiben und dem Verbraucher eine Vergleichsmöglichkeit zu geben, sollten Rechnungen für  Energie ! lieferungen in erster Linie nach Energieinhalt = Heizwertangabe abgerechnet werden und die Zustandsangabe in Tonnen oder Litern als zusätzliche Information auftauchen.
Wie oberflächlich wir hier umgehen sieht man auch an der  Angabe zum Benzinverbrauch. 

Gedankengang zu Energieträgern (Brennstoffen !):
Eine kurze Unterhaltung könnte so aussehen:

"Mein Auto verbraucht nur 6 Liter auf 100km" 
Frage: "Von was denn 6 ltr.   ........- sicherlich ist Benzin gemeint -, oder fährst Du einen Diesel ?" "Das ist aber sparsam"

Eine eventuell wenig aussagekräftige Unterhaltung, ohne Angabe der Belastung und vor allem ohne geringste Vorstellung von der verbrauchten Energie.

Information:
Energieinhalt von Brennstoffen werden in der Physik üblicherweise in Ws/kg =J/kg angegeben und 1 kg Benzin entspricht etwa 41000kJ/kg.
Das sagt dem Normalverbraucher gar nichts. Man kann aushilfsweise jedoch in Größen umrechnen, welche für Techniker zwar unbrauchbar sind, welche dem Normalverbraucher jedoch schon geläufiger klingen.

Benzin wird in Litern verkauft, Leistung wird aus der Stromrechnung und dem Fahrzeugschein bekannt in kW angegeben. Für die Zeit verwendet man gerne 1 Stunde (= 1h), darunter kann man sich etwas vorstellen, unter 3600 Sekunden eher weniger.

Rechnet man mit Stunden und Dichte um, so wird bei Benzin aus den 41000kWs/kg etwa 10kWh/ltr.
Diesel hat nahezu den gleichen Heizwert und weil irgendjemand auf die Idee kam das wertvolle Dieselöl geringschätzig als Heizöl zu bezeichnen, so gilt auch hier:

1 Liter Heizöl hat einen Energieinhalt von etwa 10kWh

Um einen direkten Vergleich aufstellen zu können, muss mit gleichen Mitteln gemessen werden. Wir verwenden daher die 10kWh für 1 Liter Heiz- oder Dieselöl als Preisgrundlage, auch weil der Heizölpreis pro Liter am geläufigsten ist.
Es gilt sehr genau der physikalische Zusammenhang:
1 ltr Heizöl EL,  1,5 ltr Propan  oder  2 kg Holzpellets   entsprechen  etwa 10 kWh
(Abweichungen können hier wegen Geringfügigkeit vernachlässigt werden).

Diagramm Brennstoffkostenvergleich:
Preisgrundlage ist der Lieferpreis bei 8 Tonnen Pellets, bzw. 4000 ltr Heizöl oder
4000 ltr Flüssiggas Propan:

Heizpellets als Brennstoff der Zukunft im Kostenvergleich

(Datenquellen, statistisches Bundesamt, sowie Firmen Umdasch, Hots, Fire Stixx, Lockfisch, ZE Holzsysteme)

Auswertung:
Stetiger Preisverlauf bei Holzpellets mit leicht fallender Tendenz.
Hingegen Heizöl- und Flüssiggaspreisverlauf  stark schwankend mit steigender Tendenz.
 

Ursachen:
Fossile Energieträger sind nicht regional vorhanden und dadurch abhängig von internationalen Märkten, Dollarkurs und  politischen Ereignissen. Ein weiterer Grund ist die Anpassung der Preise in der EU. In den Nachbarländern kostet Heizöl bis
114 Ct/ltr  in der BRD derzeit ca. 62Ct/ltr*.
(*Quelle: Bundesfinanzministerium)
Erneuerbare Energieträger sind dagegen regional und unbegrenzt nachwachsend vorhanden. Es wachsen mehr Brennstoffe in Form von Hölzern, Gräsern und allgemein Biomasse nach, als wir verbrauchen können.

Beachtenswert:
Trotz geringem Marktanteil, ist der Brennstoff Holz-Pellets bereits kostengünstiger als die Massenbrennstoffe Öl- Erdgas oder Flüssiggas. Mit steigender Nachfrage steigt die Zahl der Konkurrenzanbieter und es  fallen die Produktionskosten. Wie angenommen stieg die Tendenz zur Biomasseheizung unter gegebenen Umständen sprunghaft an. Der Einbau von neuen Biomasseheizanlagen ist im letztem Jahr um ein vielfaches angestiegen.
Im Winter 2006/2007 explodierten daher die Pelletpreise, doch nicht weil der Rohstoff knapp war wie bei den fossilen Brennstoffen, sondern weil durch Fehleinschätzung die Pelletproduktion den akuten Pelletsbedarf nicht decken konnte.
Die Pelletproduzenten mussten, durch Vorverträge gebunden, große Mengen Pellets zu günstigen Konditionen nach Italien und den Niederlanden liefern.
In unseren Landen stiegen die Pelletpreise dadurch astronomisch an, was den Verbraucher verunsicherte.

Zeitungsmeldung
Zur Preissituation

Die Heizölsituation hatte sich im Jahr 2000 so dramatisch verschlimmert, dass sich die begrenzt vorhandenen und umweltgefährdenden, fossilen Brennstoffe alles andere als zukunftsweisend entlarvten. Heute würde man über 50Ct/ltr. lachen.
Das Heizöl, sprich Dieselöl,  und Erdgas keine Heizmaterialen sind, sondern wertvolle Energieträger für den mobilen Einsatz ist eine Tatsache. 
Wenn Energieversorger das Erdgas als Naturgas bezeichnen und Mineralölkonzerne Heizöl als umweltfreundlich und sicher bezeichnen, kann das von der Wahrheit nicht ablenken. Bald wird uns noch das Heizöl als Naturöl verkauft. Auch Broschüren mit Abbildungen spielender  Kinder auf grünen Wiesen, ähnlich der "Tele Tabbies", können nur bedingt blenden.
Keine Frage Öl lässt sich heute vom Abgas sauber verbrennen und Erdgas noch sauberer, doch in der Bilanz sieht die Sache nicht mehr so gut aus.
Da bei Heizöl zudem der Rohstoff knapp ist, ist ein länger andauernder Preisverfall unmöglich.
Sicher hat man früher darüber nicht nachgedacht, jedoch ist der Preis den wir bereits für Umweltreparaturen zahlen und noch zahlen werden unübersehbar und wird momentan nicht auf das Heizöl, also auf die Verursacher umgelegt.
Momentan ist es in der BRD beim Heizöl so, dass die "Nichtraucher" die Zigarettensteuern für die "Raucher" mitbezahlen müssen, da kann das Öl bei uns natürlich mit am günstigsten in Europa angeboten werden.
Bei den Pellets aus nachwachsender Biomasse liegt dagegen keine Rohstoffknappheit vor. Die steigende Nachfrage hat daher zu weiteren Pelletanbietern geführt. Das Überangebot und die gestiegene Konkurrenz hat den Preis rapide wieder auf sein ursprüngliches Niveau, ja sogar etwas darunter fallen lassen. Es ist nicht anzunehmen, dass dieser Fehler den Produzenten nochmals passiert, denn jeder von ihnen möchte so viel verkaufen wie möglich.
Dem Verbraucher kommt das natürlich zugute.
Schlagfertig, wie der Vertrieb nun einmal ist, stieg die Lobby der konventionellen Energieanbieter darauf ein und sagte. "Seht Ihr, jetzt ist das bei den Pellets auch nicht besser." Um den Pellets noch einen Stoß zu versetzen, hat man noch die Feinstaubdiskussion oben drauf gesetzt.
Zum Thema Feinstaub werden wir in Kürze ebenfalls eine Seite veröffentlichen. Klar ist jedoch, dass "Puderzucker" wohl kaum so gefährlich ist wie Asbeststaub oder Rußpartikel aus Ölverbrennung.
Zur Preisentwicklung beim Flüssiggas:
Völlig absurd hat sich die Preissituation bei Flüssiggas entwickelt. Die noch vor einigen Jahren 23 Ct/ltr haben sich nicht stabilisiert, sondern dramatisch nach oben entwickelt. Derzeit kostet Flüssiggas ca. 75 Ct/ltr bei stark ansteigender Tendenz. Eine Verwendung von Flüssiggas als Heizmaterial im Vergleich zum Brennstoff Holzpellets ist nicht einmal als Alternative in Betracht zu ziehen. Die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen und TÜV Prüfungen der Versorgungsanlagen zur Absicherung der Risiken sind zusätzlich eine unangenehme Begleiterscheinung mit unzumutbaren Erstellungs- und Unterhaltskosten.

 

 

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